Soll Merkel in die Babyklappe?

Brief von Erich Wiedemann an Michael Grosse-Brömer, Geschäftsführer der CDU/CSU im Deutschen Bundestag

                                                                                                             Michael Grosse-Brömer

           Erich Wiedemann

Lieber Michael,

 

hiermit teile ich mit, daß Du am 24. September zum erstenmal auf die Stimmen von Marion und Erich Wiedemann verzichten mußt. Und zwar aus gegebenen Anlässen.

 

Loyalität hin, Loyalität her. Die Demut, mit der Du Dein Amt ausübst, ist eines guttdemokratischen Fraktiongeschäftsführers nicht würdig. Wir werden deshalb die Rubrik für die Erststimme freilassen und mit der Zweistimme FDP wählen.

 

Du solltest diesen erzwungenen Akt der Enthaltsamkeit nicht unterbewerten. Denn ich glaube, dass es sich bei der Mehrheit der immer noch Unentschiedenen um Ex-Stammwähhler der CDU handelt, die sich bei ihr nicht mehr zu Hause fühlen, weil sie von ihrem Linkskurs enttäuscht sind. Ich hoffe, dass die sich so verhalten wie ich und nicht AfD wählen. Die roten und grünen Loonys kommen ja für einen denkenden Menschen eh nicht in Frage.

 

Wir alle wollen keine offenen Grenzen für alle und damit die Überflutung unseres Kulturraumes mit Vaganten aus Kannitverstanistan. Wir wollen keine Diktatur der Eurobesoffenen und damit die Übernahme französischer Schulden durch die deutschen Steuerzahler. Wir wollten auch nicht die Fukushima-Hysterie, die zum größten Energiekostensprung in der deutschen Geschichte führte.

 

Nein, lieber Michael, Du brauchst Deine Chefin nicht wie ich in die Babyklappe für Erwachsene zu wünschen. Entsorgung unerwünschter Politiker wird ja neuerdings nicht mehr gewünscht. Du musst nur erklären, dass Dich meine Einlassungen nachdenklich gemacht haben. Dann überlege ich mir meine Wahlentscheidung noch mal. Dass Marion sich dem anschliesst, kann ich nicht garantieren. Sie hat nämlich in solchen Dingen, was für eine deutsche  Ehefrau eigentlich unerhört ist, ihren eigenen Kopp.

 

Ich hoffe, dass Ihr es nächste Woche auch ohne uns schafft.

Herzlichst

 

Erich Wiedemann, Jesteburg

 

PS: Ich werde mir erlauben, diesen Brief zusammen mit der Antwort (wenn ich eine bekomme) im Internet zu veröffentlichen.

               Wer hetzt, gewinnt. Denkt der Husumer SPD-Kandidat Ilgen Förster. Er

              wirbt mit Anti-Amerika-Populismus für den politischen New Look seiner Partei. 

Parteien lassen Hosen runter

Das „Nordheide Wochenblatt“ brachte es, mutig, wie es ist, wieder mal auf den Punkt: Die Flut der Wahlplakate im Landkreis sei zum Kotzen (nicht wörtlich, aber sinngemäß). Das fanden wir absolut überzeugend, wenn man mal davon absah, dass dasselbe Wochenblatt proppevoll war mit Wahlanzeigen.

 

Wirklich zum Kotzen sind die Dummheiten, mit denen die Parteien ihre (potentiellen) Wähler zudröhnen. Die primitiven Slogans sind eine Beleidigung für Wähler, die lesen und schreiben können. Besonders freimütig läßt die Linke die Hosen runter. “Von oben nach unten umverteilen“, schrillt Gregor Gysie vom Großplakat. Klar, dem einen Teil der Nation was wegnehmen, um es dem anderen zu schenken. Da weiss jeder, was er hat (oder nicht mehr hat). Die Linken sind eben dumm geboren und haben nichts dazugelernt.

 

So war es schon bei Ulbricht und Honecker. Und so ist es auch bei der schönen Stalinistin Sarah Laffontaine. Die Tatsache, dass besonders viele Plakate der Linkspartei runtergerissen werden, deutet darauf hin, dass es mehr Wohlhabende in Deutschland gibt, als die Linken meinen. Jedoch, die Linken hätten als einzige deutsche Partei Profil, schreibt Henryk Broder in der "Welt". Das stimmt - ein Scheißprofil

 

Die SPD formuliert ihren Klassenkampf behutsamer, aber sie meint im Prinzip dasselbe: „Zeit für soziale Gerechtigkeit““, fabuliert der Spitzenkandidat. Und gleich sind die Menschen natürlich erst, wenn alle das Gleiche haben. Das will Martin Schulz erreichen - bizarrerweise jener Hudelaugust, der letztes Jahr bei der EU noch fast doppelt soviel netto verdiente wie die Bundeskanzlerin. Wir lernen: Rot und rot gesellt sich gern. Die SPD-Slogans passen gut zu ihren Umfragewerten: Beide sind unterirdisch.

 

Der SPD-treue Strichezieher Klaus Staeck aus Heidelberg war früher wenigstens noch witzig mit seinen Klassenkampfparolen. Er lederte im Wahlkampf die Reichen ab: „Deutsche Arbeiter, die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“. Deshalb CDU. So witzig sind die Wahlkämpfer heute nicht mehr.

 

Die AfD-Werbung präsentiert sich als einzige mit einem gesunden Humor. Sie zeigt zum Beispiel ein Spanferkel und darunter den Slogan: „Islam paßt nicht zu unserer Küche“. Jedem wird spontan einfallen: Paßt er denn sonst zu irgendwas? Nein, denn man AfD. Sie ist immerhin klug genug, die ganzen deutschnationale Fökalien im Plumpsklo zu lassen

 

Die Grünen hausbacken und inhaltslos, um nicht zu sagen, doof: „Zwischen Umwelt und Wirtschaft gehört kein Oder“. Das sagt sich leicht. Die grüne Hetzkampagnr gegen die deutsche Automobilindustrie (und damit gegen Millionen Arbeitsplätze) sagt eher das Gegenteil. Der Feldzug gegen das neue Buchholzer Gewerbegebiet zugunsten einer Streuobstwiese sagt dasselbe. Das Wahlrecht für Babys und die Bockscheine für Oldies, das einzelne Kandidaten fordern, stehen noch nicht im Parteiprogramm. Aber da ist noch viel Platz. Wer es genauer wissen will, sollte sich notieren: 22 September, Berlin, Grünes Nudelessen für alle, mit vielen leckeren Soßen.Dabei soll dann auch über den Vorschlag von "Spiegel online" geredet werden, der Partei angesichts ihres anhaltenden Umfragetiefs endlich ein zeitgemäßes Kürzel zu verpassen. Nämlich EOP, zu deutsch: ewige Oppositionspartei.

 

Und wie wirbt die CDU? Mit ihrem abgedroschenen Hit Mutti, Mutti über alles. „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“. Früher hieß das: „Keine Experimente“. Das bedeutete: Alles soll bleiben, wie es ist. Heute bedeutet es: Noch mehr Migranten sollen kommen, explodierende Strompreise, Knatsch mit Polen, mit der Tükei und mit Amerika. Wer das denn will, soll Angela wählen, bitteschön.

 

Die FDP macht auf modern. Schulranzen seien wichtiger als College-Mappen, everything goes digital, nein, was sind wir wieder progressiv. Die Sondersteuer fürs Hotelgewerbe steht diesmal nicht im Programm. Und der Spitzenkandidat geht nicht mehr ohne Dreitagebart. Daß er im übrigen ein gescheiter Kerl ist und eine vortrefflich aggressive Schnauze hat, geht ganz unter. Das scheint der FDP auch n icht so wichtig zu sein. So einen hätte die CDU auch gern. Aber er ist nicht käuflich. Nein, noch nicht.

 

And the winner of the campaign iiis: Feinkost Albrecht, genannt Aldi. Er wirbt für ihr Programm mit dem Slogan: "Weniger ackern, Aldi-nativlos mehr ernten." Das geht den Leuten ans Herz und ans Zwerchfell. 

 

Hunde, ein niedriges Weltgesindel

Jesteburg hat die Hundesteuer erhöht  - auf 37,50 Euro pro Schwanz. Das ist viel zu wenig. Wer das zu teuer findet, kann seinen Waldi ja in die Suppe tun.

 

Hunde sind nutzlose Fresser und Ruhestörer. Sie bellen morgens um fünf die werktätige Bevölkerung aus dem Schlaf und erheben im übrigen territoriale Ansprüche, die nicht mit dem Völkerrecht und mit dem gesunden Menschenverstand im Einklang stehen. Und was die Bellmaschinen auf die Straße kacken, muß der Bauhof wieder wegmachen.

 

Der Naturforsche Goethe nannte die Hunde ein „niedriges Weltgesindel“. Der Hund sei ein von Flöhen besetzter Organismus, der bellt, sagte Leibnitz. Denn Hunde bellen immer. Wenn jemand kommt und wenn jemand geht. Und wenn sie keinen Grund dazu haben, dann erbellen sie sich einen. Sie sind ihrem Herrn treu, ohne sich zu fragen, ob der das wert ist. Hitlers Blondie war der prominenteste Vertreter dieser Spezies im letzten Jahrhundert. Für Hunde sei Herrchen ein Napolen, deshalb seien sie so beliebt, hat Aldous Huxley gesagt. Das war bekanntlich ein kluger Mann. Merkwürdig, daß sie bei den deutschen Dichtern und Denkern eine so gute Presse hatten, Goethe ausgenommen (siehe oben).

 

Der canis mordax sei ein anachronistisches Wesen, schrieb der Meisterspötter und bekennende Hundehasser Kurt Tucholsky. Sein Herrchen  (wieso überhaupt dieser verzärtelnde Diminutiv?) versucht auch gar nicht, seiner Kreatur das Kläffen zu verbieten. Im Gegenteil, er ist sogar noch stolz darauf. Er ist ebenso rücksichtslos wie der Vierbeiner, den er füttert und hätschelt.

 

Der Jesteburger SPD-Ratsherr Hans-Jürgen Börner ist ein ortsbekanntes Exemplar der Spezies dominus fragoris (latein für "Herr des Tosens"). Seine zwei Köter kläffen, stets ungetadelt, die Nachbarschaft zusammen, wenn ein Fremdhund vorbeikommt. Ob sie meinen, sie dürften sich genau so benehmen wie ihr Herr im Gemeinderat?

 

Nach der Bundesbeißstatistik, die das „Deutsche Ärzteblatt“ veröffentlichte, werden jährlich zwischen 30.000 und 50.000 Menschen von Hunden gebissen.. Dabei sind die Sofafifis nicht weniger gefährlich als die großen Köter.

 

Ihre Opfer sind nicht vorwiegend Postboten und Versicherungsvertreter, wie man denken könnte. 90 Prozent von ihnen kamen aus ihrem eigenen Biotop. Womit auch - Treue hin, Treue her - das Vorurteil widerlegt wäre, sie beschützten ihre eigene Sippe. Einbrecher sind selten betroffen. Kinder beißen sie am liebsten in den Kopf und ins Gesicht. Das Problem wäre längst gelöst wenn Hunde Stickoxide ausstoßen würde. Dann würden sie stillgelegt wie Dieselmotoren.

 

Es ist eine merkwürdige Rechtspraxis: Waffenbesitz ist aufrechten Bürgern in der Regel untersagt. Rocker und Zuhälter dürfen sich ohne Lizenz und Eignungsprüfung solche vierbeinigen Mordinstrumente halten. Rätselhaft, warum die Bürgerschaft Rottweil in Baden-Württemberg noch keine Umbenennung ihrer Stadt erwirkt haben, um sich zumindest nominell von den gleichnamigen Killerkötern zu unterscheiden. 

 

Blondchen packt wieder ins Klo

Britta Witte, das blonde Dummchen mit den hübschen Beinen aus dem Jesteburger Gemeinderat und ihre Parteifreundin Christiane Oertzen haben sich mit ihrer Kampagne zur Umbenennung des Landkreises Harburg, lautstark an die Rampe gespeielt. Sie sind erwartungsgemäß auf die Schnauze gefallen. Ihr Appell ans Landkreisvolk: „Uns ist extrem wichtig, dass so ein Vorhaben auf einem breiten Konsens beruht.“ Wörtlich: extrem wichtig. Man ersieht daraus die tiefe Ernsthaftigkeit,mit der pretty Britta und ihre CDU den Herausforderungen ihrer politischen Arbeit begegnen.

 

Nicht die chaotischen Verkehrsverhältnisse im Jesbörger Ortskern, nicht die ebenso chaotische Finanzlage, nicht die Überflutung der Gemeinde mit „Schutzsuchenden“ bringt Wittchen in Wut, sondern die Abfälschung ihres Heimtkreises zum nominellen Appendix eines Hamburger Vorortes. Natürlich, so Witte, müsse man erst mal prüfen, ob sich die Bürger für das Problem überhaupt interessieren ließen. Man wisse ja nie.

 

Jetzt weiß man es: Ob ihre Heimat Landkreis Harburg heißt oder Landkreis Nordheide oder Landkreis Süderelbe, das ist ihnen scheißegal. Daß sich die Vorsitzende der führenden Fraktion im Gemeinderat mit solchem Mist befaßt statt mit den Problemen der Bürger, das finden sie tragischer.

 

Ihre politischen Kindereien machen Britta Witte zur Witzfigur erster Ordnung. Sie packt öfter mal ins Klo. Neulich regte sie allen Ernstes im Rat an, für die 8000-Einwohner-Gemeinde Jesteburg einen "City-Manager" einzustellen. Das Projekt ging eben so klanglos unter wie die Namensänderung. Wenn einer eine Kampagne für weniger Frauen in der Politik ins Leben rufen würde, dann käme er an Britta Witte als Promoterin nicht vorbei.

„Refugees welcome!“, rufe ich, öffne das Gartentor und breite die Arme aus. Willkommenskultur ist sonst nicht meine stärkste Seite. Aber wenn gute  Freunde Schutz suchen, mache ich schon mal eine Ausnahme. Seit dem verheerenden Angriff der „Royal Air Force“ in der Nacht zum 28. Juli 1943 haben nicht mehr so viele Hamburger ihre Stadt überstürzt verlassen. Wie damals suchten am 4. und 5. Juli etliche auch in Jesteburg in der Nordheide Asyl, wohin ich mich vor 30 Jahren vor der nervigen Kosmopolität der Weltstadt Hamburg zurückgezogen habe. Der „Jesteburger Hof“ war während des G-20-Gipfels ausgebucht.

 

Rambazamba in der Hansestadt. Herostratisch gesinnte Intellektuelle bahnten den linken Brandstiftern eine Gasse.  Der „Spiegel“ hatte mit einem G-20-Titel schon mal vorgeheizt. Schlagzeile: „Traut euch!". Zu friedlichem Protest aber braucht man sich in Deutschland nicht zu trauen, eher schon zu einer Sache, die polizrilich verboten oder mit Risiko behaftet ist. 

 

„Spiegel“-Kolumnist Jakob Augstein legte noch eine Schippe nach. Er twitterte: „Der Preis muß so in die Höhe getrieben werden, dass niemand mehr eine solche Konferenz ausrichten will.“ Wenn er das mitgekriegt hätte,, würde sein  Nennvater und Erblasser, Rudolf Augstein, sicher darüber nachdenken, ob er seine Millionen nicht lieber dem Him für gefallene Mädchen vererben sollte. Überprüft jetzt der „Spiegel“ den Autorenvertrag mit Jakob Augstein? Ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Aufforderung zur Gewalt? Nicht, dass man wüßte. 

 

Der Sympiszene war hinterher gleich klar: Schuld an den Auswüchsen war wie immer die Polizei. Sie habe in einer Weise reagiert, „die fassungslos macht“, schrieb die „taz“. Was ja vollkommen unverständlich ist, weil doch die Veranstalter ja schon durch die Wahl des Festmottos ihre mildtätigen Absichten kundgetan hatten: „Welcome to hell!" Ob der achwarze Block am Ende nur von seinem Notwehrrecht G>ebrauch machte?

 

Donald Trump hatte am Tag vor dem Beginn des G-20-Gipfels in Warschau noch bemerkt, bei allem, was er so erlebe, zweifle er daran, dass die westliche Zivilisation überhaupt den Willen zum Überleben habe. Das klingt ein bisschen pathetisch, aber wo er recht hat, hat er recht. Durch die Hamburger Chaostage wird er sich bestätigt gefühlt haben. Von seinem Quartier am Feenteich hätte er die Rauchsäule über dem Schanzenviertel sehen können, hätten ihm lauschige Parkbäume die Sicht nicht verstellt.

 

Statt vor dem linken Pöbel aufs Land zu flüchten, hätten die Hamburger auch die gute alte hanseatische Zivilcourage rauslassen können. Der Sozialdemikrat und frühere Verkehrsminister GeorgLeber hätte sicher wieder dazu den Einsatz von Dachlatten empfohlen.„Warum müssen wir wieder die ganze Drecksarbeit allein machen?", fragte verdrossen ein Schutzmann in Kampfmontur, der am Morgen danach einer Kehrmaschine den Weg durch die Schanzenstraße freimachte. 

 

Die Polizeiführung musste Prügel einstecken, nicht weil sie in der brenzligen Nacht viel zu spät, sondern weil sie überhaupt Knüppel frei gegeben hatte. Katja Kipping, die Co-Vorsitzende der Partei „Die Linke“, die im Herbst mit SPD-Kanzlerkandidat Martin zusammen Regierungsverantwortung übernehmen will,  sagte, die Polizei sei mit schwerem Gerät durch Hamburg „marodiert“. Marodiert!

 

Andreas Beuth, der Hausanwalt der autonomen „Roten Flora“, sieht es differenzierter. Er und die Seinen hätten gewisse Sympathien für die Gewaltaktionen. „Aber warum nicht in Pöseldorf oder Blankenese?" Also da, wo die Pfeffersäcke wohnen. Zu deutsch: Gewalt ja, aber sie muß die Richtigen treffen. Beuth selbst wohnt in der Schanze. Maitre Beuth ist einer der Advokaten, die den rechtsfreien Zustand im besetzten Haus Schulterblatt 71, genannt „Rote Flora“, sichern. Er hat keinen schweren Job, denn der Senat hat mit einer Veränderungssperre schon vor Jahren dafür gesorgt, daß der Besatzermob einen ständigen Rechtstitel hat. 

 

Die SPD-Granden haben pflichtgemäß die Ausschreitungen verurteilt. Sie versuchen, eine Brandmauer zwischen der SPD und dem Begriff "links" zu ziehen. Die Verursacher seien keine echten Linken gewesen, hieß es auch. Denn: Links und gewalttätig, das gehe nicht zusammen. Aller Aiugenschein spricht aber dagegen. Rabbi Silberstein aus Lubawitscha hätte zur Sachlage gesagt: „As a jid hot a Hund, ist der Hund nischt kein Hund oder der Jid nischt kein Jid.“ 

                   G-20-Demonstrantin im Rollstuhl: Alter schützt vor Torheit nicht

Macht Schluß mit dem sozialen Wohnungsbau

Wohnklötze mitten in Jesteburg, Rat frißt dem Landrat aus der Hand

 

Der schwarzen, grünen und roten Sozialdemokraten im Jesteburger Gemeinderat fressen dem Landrat aus der Hand. Sie haben beschlossen, 1,17 Millionen Euro Steuergeld in die neuen Wohnungsbaugesellschaft einzubringen, die die Kreisverwaltung gegründet hat. Das sind für jeden Haushalt rund 350 Euro, also beinahe so viel, wie er an Grundsteuern per annum zahlt. 

 

Von den 1,17 Millionen sollen Sozialwohnungen gebaut werden. Nutznießer sind Asylanten und Zuzügler, die sich zu schade sind, ein Stückchen weiter in die Heide zu ziehen, wo die Mieten erschwinglich sind. Man fragt sich, warum Jesteburger fremden Menschen billige Wohnungen finanzieren sollen. Wohnraum ist ja nicht knapp. Man mußnur seine Ansprüche seinen Möglichkeiten anpssen, um ihn bezahlen zu können.

 

Aber so unsozial ist sozialer Wohnungsbau. Er ist ein Anachronismus. Über die Hälfte der öffentlich geförderten Wohnungen wird von Mietern bewohnt, deren Einkommen die gsetzliche Bedürftigkeitsgrenze übersteigt. Die Behörden tun aber nichts dagegen, weil sie konfliktscheu sind.

 

Warum qwerden überhaupt Mieten bezuschußt und nicht Sprit- und Brotpreise? Die sind doch genau so existenzrelevant.

 

Die Harmstorfer und die Bendestorfer haben sich dem Winsener Schwachsinnsvertrag verweigert. Auch eine ganze Reihe von anderen Gemeinden im Landkreis macht nicht mit Aber die haben auch Räte und Bürgermeister, die es ernst nehmen mit ihrem Versprechen, Schaden von ihren Bürgern abzuwenden. Die Einfalt fokussiert sich wieder mal auf Jesteburg. Der Rat verschwendet auch keinen Gedanken daran, dass mehrere mehrgeschossige Wohnklötze im Ortskern zur Buchholzisierung von Jesteburg beitragen werden.

 

Peter Brink, der Bürgermeister von Bendestorf, nennt den wahren Grund für die Hektik, mit der der Kreis das Projekt betreibt: Er glaubt, daß der Bedarf längst nicht so groß ist, wie der Landrat vorgibt. In Wirklichkeit wolle er Kapazitäten für die Unterbringung von abgelehnten Asylbewerbern schaffen.

 

Als wenn wir nicht schon genug davon hätten. Die Killer, Vergewaltiger und Treppentreter, die mit den Fremden ins Land gekommen sind, haben die deutsche Willkommenskultur zerschlagen. Es gilt das Wort des grünen Freiburger Oberbürgermeisters Hartmut Palmer: "Die Flucht war gut für die Flüchtlijnge, aber nicht für Deutschland."

 

Auf die Spitze getrieben hat die Hansestadt Hamburg den Sozialwohnungsbauzirkus. In der Hafencity baut die Saga 180 hoch bezuschußte Wohnungen mit Balkon und Eöbblick, die für 6,40 pro Quadratmeter vermietet werden sollen.Nichtprivilegierte zahlen das Dreifache.

 

Mauern und Zäune? Ja, bitte

Ausländische Gäste, die sich für die Willkommenskultur mit Verbrechen bedanken, schnell wieder nach Hause schicken

Asylbewerber sind krimineller als Deutsche. Das hört sich fremndenfeindlich an, aber das sagen die amtlichen Statistiken, aus denen der Berliner Autor Thilo Sarrazin auf der "Achse des Guten" zitiert. Danach liegt ihr Anteil an der Gesamtkriminalität 7,3mal so hoch, an der Gewaltkriminalität 15,1mal, an Morden 10,6mal, an sexueller Nötigung und Vergewaltigung 15,2mal und an Gruppenvergewaltigungen 42,7mal so hoch wie bei Einheimischen. Die Beschwichtiger sagen, man solle keine Pauschalurteile über Ausländer fällen. Aber eine Bevölkerungsgruppe, deren Mordrate den der  Nation um tausend Prozent übertrifft, gehört unter Genralverdacht gestellt.

 

Trotzdem mangelt es den Deutschen nicht an Wertschätzung für die Fremden - vorausgesetzt, daß sie in der Fremde bleiben. Aber jeden Monat kommen immer noch 20.000 neue Asylanten. Andere Europäer scheren sich den Dreck um das Flüchtlingsproblem. Polen und Ungarn und Tschechen nehmen keinen einzigen mehr auf, kassieren aber im Jahr viele Milliarden Agrarsubventionen von der EU. Höchste Zeit, daß Brüssel sie mit Hilfe von Subvenionskürzungen diszipliniert.

 

Die zwei Kanzlerkandidaten wollen den jammervollen Zustand beibehalten. Mauern seien keine Lösung, sagt Merkel. Man braucht nur nach Spanien zu blicken, um zu erkennen, daß diese These falsch ist. Die zehn Meter hohen Zäune in Ceuta und Melilla halten unerwünschte Zuwanderer von Europa fern. Und warum bringt die Regierung in Berlin die Italiener nicht dazu, gerettete Bootsflüchtlinge statt in Sizilien in Libyen abzuladen.Sie schaltet für Millionenbeträge klotzige Inserate, in denen das Volk aufgefordert wird, beim Integrieren von Flüchtlingen zu helfen. Die Anzeigenkampagne erfüllt nur einen Zweck: Sie hindert die Medien, die daran verdienen, das Flüchtlingsproblem wahrheitsgetreu darzustellen.

 

Tatsache ist: Hunderttausende, denen das Asyl verweigert wurde, halten sich an Bleiberechtsregeln fest. Das Recht auf Familiennachzug ist konstruiert. Dafür gibt es keine grundgesetzliche Grundlage. CDU-Smartie Wolfgang Bosbach hat vorgeschlagen, nur noch Asylanten einzulassen, die ordentliche Papiere haben. Die zwei Drittel, die ohne Pässen an den deutschen Grenzen aufkreuzen, wären dann schon mal außenvor. Das stünde auch im Einklang mit dem Grundgesetz. Doch Bosbach wird von der eigenen Partei boykottiert. Merkels Mutter-Theresa-Image soll keinen Schaden nehmen.

 

Dabei ist schon der der Begriff "Flüchtling" meist geklittert. Die wirklich Schutzbedürftigen sollen ja bleiben dürfen. Schnorrer und Einschleichbetrüger aber sind nicht willkommen. Die Mehrheit der Migranten sucht in Deutschland nicht Schutz vor Verfolgung, sondern einen Platz an den sozalen Freßtrögen. Die zwei großen Parteien drücken sich vor der Problemlösung. Linke und Grüne wollen alle Tore weit aufmachen. Die FDP hält sich wieder mal raus. Und die AfD ist nicht wählbar, solange bei ihr die Volkstumsidioten die Richtlinien der Asylpolitik mitbestimmen.

 

Der Philosoph Sloterdijk spricht: "Nichtmitgliedern (der Solidargemeinschaft) unbeschränkten Zutritt zu gestatten, mutet da wie eine Geste der Selbstzerstörung an." Merkels "frivoler Universalismus" erledige sich dann von selbst. So ist es.

NAMEN UND NACHRICHTEN

Vorsicht, Oldies, das Opium bringt Opi um.

 

 

Das Schrahaiben, das Schrahaiben soll man nicht übertraiheiben. Das kostet bloß Papier (Ratschlag von Wilhelm Busch für die Journalisten).

"Rocket man is on a suicide mission", sprach Praesident Trump zur Uno-Vollversammlung." Right, Donald, mußte mal gesagt werden. Noch besser, Sie holen sich jemanden, der die guten alten amerikanischen Tugenden verkörpert. Also: John Wayne, übernehmen Sie, got a job for you in Pjönjang.! Wir erinnern uns: John Wayne war der Peacemaker, der in Alamo Frieden machte, indem er dem Guy mit dem schwarzen Hut ein gutes Stück Blei zwischen die Augen praktizierte. 

Ein älterer Herr aus Jesteburg will auf diesem Weg seinen Mitbürgern dankeschön sagen. Wenn er gelegentlich seines morgendlichen Gesundheitsspazierganges Zwischenrast auf einer Bank einlegt, halten immer wieder Autofahrer an, um sich zu erkundigen, ob er okay ist. Er sagt: "Das finde ich nett, dass auch unsereins die Willkommenskultur geniessen kann, ganz ohne Migrationshintergrund. Aus Dankbarkeit will er es künftig unterlassen, vorbeigehenden Passanten mit seiner Spazierstockkrücke die Beine unterm Hintern wegzuziehen.Man sieht, auch Oldies sind Mitmenschen.

Die SPD ist eine Partei von vorgestern. Das hat ihr Kanzlerkandidat, Martin Schulz, jetzt noch einmal mit seinem planwirtschaftlich orientierten Vorschlag bekräftigt, der deutschen Autoindustrie eine E-Quote reinzuwürgen. Sie soll gezwungen werden, einen bestimmten Prozentsatz ihrer Produktion mit dem Bau von Elektroautomobilen zu bestreiten. Natürlich würde sie auf diesem Kontingent wohl sitzenbleiben, einfach weil E-Autos erst nachgefragt werden, wenn sie 500 Kilometer Reichweite haben (und nicht 150 wie heute). Woran brütet Schulz jetzt wohl? An einer Bioeierzwangsquote für die deutsche Eierindustrie, an einem Deutachlandurlaubszwangskontingent für die Tourismusbranche? 

Es gibt Jpurnalisten, die arbeiten hart daran, die deutsche Automobilindustrie kaputt zu schreiben. ARD-Redakteur Jürgen Döschner twiterte: "Automafia  vergast jedes Jahr 10.000 Unschuldige". Warum nicht auch: "Holocaust in Wolfsburg und Sindelfingen"? Müssen wir eigentlich so eine miserable Dreckschleuder von unseren Fernsehgebühren bezahlen? Im "Spiegel" lesen wir im übrigen zur Sache: "In Stuttgart wurde einst das Automobil erfunden. Nirgendwo im Land lassen sich die Folgen besser besichtigen: Die Stadt erstickt an Abgasen und Verkehr."  Das ist nichts als dumme Doomsdaddelei. "National Geographic" berichtet nämlich: Die Stuttgarter Bevölkerung hat die höchste Lebenserwartung in Deutschland." Tatsächlich ist derf Stickid-Ausstoß in der baden- württembergischen Landeshauptstadt in den letzten Jahren um 70 Prozent gesunken. Nur, die erlaubten Grenzwerte sanken schneller. Wir erfahren außerdem, daß deutsche Premium-Automobile zwei Drittel des Weltmarktes beherrschen. Weil sie so schlecht sind?

Leider kann ich nicht zeichnen. Sonst hätte ich ´ne Idee für eine Doppelkarikatur: Auf der linken zwei Männer mit Sporen und Stulpen. Der eine ist Bürgermeister Olaf Scholz (weißer Hut), der andere Rechtsanwalt Beuth (schwarzer Hut), der mit der Ledermütze, der gesagt hat, die G-20-Chaoten hätten lieber Pöseldorf und Blankenese statt das Schanzenviertel zerlegen sollen. Beide leicht vornüber gebeugt und mit hängenden Armen. Sheriff Scholz knurrt: "Fremder, ich fürchte, einer von uns beiden ist zu viel in der Stadt." Dann sprechen die 38er. Auf der rechten Karikatur kniet Beuth vor der "Roten Flora" im Staub und hält sich das Knie, während Scholz den rauchenden Colt zurück ins Holster schiebt und Lola aus der "Ritze" ruft: "Well done, Ollie." Wer zeichnet mir das? Als Honorar gibt's 'ne schöne Pulle. Und nicht gleich wieder schimpfen, "Scheißzyniker" und sowas. Ein bißchen schwarzer Humor muss aus gegebenem Anlaß erlaubt sein. Er öffnet auch den Weg zu einer politischen Erkenntnis. Nämlich: Olaf Scholz ist der einzige Spitzenpolitiker der SPD, der kein gebrochenes Verhältnis zur Realität hat. Er darf nicht der G-20-Hysterie geopfert werden. Wenn er in der Schanze mit der Dachlatte ein gegriffen hätte, wäre es vielleicht glimpflicher ausgegangen,Denn er ist auch mutiger als die Hamburger Polizei.

MS (Kurzform für Martin Schulz, nicht für multiple Sklerose) träumt noch immer von einer Koalition mit den grünen Loonies und dem roten Pack. Derweil ist die CDU/CSU in Umfragen auf 39 Prozent enteilt. Die SPD steht jetzt wieder bei 22 Prozent, also genau da, wo sie stand, bevor der Blender aus Würselen zu seinem gescheiterten Höhenflug ansetzte. Obwohl es gute Gründe gibt, Mutter Angela zu verabscheuen,  hat doch die Vorstellung, daß Schulz nicht regieren, sondern nur mitregieren kann, wenn er sich bei ihr als Vize verdingt, ihren Reiz.Bei anhaltendem Trend in Richtung schwarzgelb kann er im September vielleicht nur noch am Katzentisch Platz nehmen. 

 

Ayman Özoguz, stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, schreibt: "Eine spezifische deutsche Kultur, ist, jenseits der Sprache, nicht identifizierbar." Man könnte auch ganz platt sagen: Es gibt keine deutsche Kultur. In einem Strategiepapier erklärte sie ferner, eine Einwanderungsgesellschaft zu sein, heiße nicht, daß nur die Menschen, die zu uns kommen sich integrieren müßten, nein, unser Zusammenleben müsse täglich neu ausgehandelt werden. Ist eine Partei, die eine so vaterlandsferne Staatsministerin in die Regierung entsendet, überhaupt wählbar ist. Frau Özoguz, Tochter türkischer Gastarbeiter, hat sich auch mit ihrer Forderung einen Namen gemacht, die Polizei müsse bei der Verfolgung von Islamisten "mehr Augenmaß" zeigen. Alle Welt klagt über die schleichende Islamisierung. Und die SPD gibt auf den Trend sogar noch Dampf drauf. 

Hans-Heinrich Aldag, Jesteburger Unternehmer und Vositzender der CDU-Kreistagsfraktion, hält sich für einen zuverlässigen Politiker. Aber andere sind zuverlässsiger. Anfang des Jahre bat ihn ein Jesteburger Bürger (und CDU-Wähler), der über ein Vierteljahr auf einen Termin bei einem Augenarzt gewartet hatte, sich im Kreistag für eine Aufstockung des Augenarzt-Kontingents für den Landkreis Harburg einzusetzen. Der notorisch arrogante Aldag würdigte den Petenten keiner Antwort. Gottlob gibt es Alternativen. Jetz will sich die AfD-Kreistagsfraktion um die Angelegenheit kümmern. 

Frage an Radio Eriwan: "Ist es wahr, daß Schwule keine Kinder kriegen können?"Antwort: "Ja, aber sie versuchen es immer wieder." Die Homosexuellen geben sich mit dieser Antwort natürlich nicht zufrieden. Sie haben durchgesetzt, daß sogar Kanzlerin Merkel ihnen die Ehe mit allen Rechten zugesteht (wenn auch mürrisch). Die CDU, die sich früher als christliche Partei verstand, hat alle Skrupel über Bord geworfen, um in Sachen Bürgerfreiheit nicht schlechter dazustehen als die SPD. Die Rechte von Minderheiten rangieren jetzt auch bei ihr vor den Rechten der Mehrheit. Warum werde die Ehe nicht gleich ganz abgeschafft, fragt die linke TAZ. Es wäre ja kein Verlust, wenn man bedenkt, daß sie die Hauptursache aller Scheidungen ist. Die Sodomiten werden übrigens immer noch unterdrückt. Wann dürfen Kynophile endlich ihren Schäferhund heiraten? 

Wer noch Hemmungen hat, Sarah Wagenknecht eine Kommunistenschlampe zu nennen, darf Mut fassen. Er kann sich auf das Urteil des Amtsgerichts Hamburg berufen, das dem NDR per einstweilige Verfügung erlaubt hat, die AFD-Spitzenkandidatin Alice Weidel eine Nazischlampe zu nennen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß Frau Weidel noch nie eine nazifreundliche Äußerung nachgewiesen wurde, Frau Wagneknecht dagegen mehrfacch stalinfreundliche Äußerungen. Den Richtern, die das Urteil sprachen, darf man auch unterstellen, daß sie nicht die Stabilisierung der politischen Hygiene in Deutschland im Sinn hatten.

Wenn die Wahlrechtsreform greift, steigt die Zahl der Bundestagsabgeordneten von 598 auf 700 oder mehr. Hundert Däumchendreher zusätzlich kosten den Steuerzahler rund zwölf Millionen Euro (ohne Extras) im Jahr. Das deutsche Parlament ist schon jetzt rappelvoll. Es hat fast 200 Abgeordnete mehr als das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten, bei viermal so viele Einwohnen wie Deutschland. Ein Parlamentarier in Washington vertritt sechsmal (demnächst siebenmal) so viele Wähler wie einer in Berlin.Die Meinungsvielfalt wird durch die Aufblähung des Plenums nicht gefördert. Die zwei roten und die grüne Partei haben wenigstens noch die guten alten Flügelkämpfe. Aber die CDU ist eine dumpfe Einheitspartei fast ohne Dissens. Und die zwei einzigen unabhängigen Parlamentarier mit eigener Meinung - Bosbach und Steinbach - ziehen sich mit dem Ende der Legislaturperiode aus dem Politgeschäft zurück. Es wird Zeit für einen Trump in Berlin, der aus dem Blähbundestag die Luft rausläßtt. Bürger, denen die Schmarotzerei stinkt, sollten den CDU-Landkreis-Abgeordneten Michael Grosse-Broemer anrufen oder anmailen und zur Vernunft mahnen. Kontakt: Rathausstraße 7,21423 Winsen, Telefon: 04171 / 6696760. Oder die SPD-Abgeordnete Svenja Stadler, Telefon 030 227 7717. 

Noch zwei kurze Ärztewitze: 1. Kommt eine Frau zum Arzt. "Was haben Sie denn?" fragt der Arzt. "Ich habe einen Knoten in der Brust". "Unglaublich", sagt er, "wer macht denn sowas?" 2. Kommt ein Mann zum Arzt. "Was ist los mit Ihnen", fragt der Arzt. "Ich kriege meine Vorhaut nicht zurück". Antwort: "Ja, aber sowas verleiht man ja auch nicht."

Copyright: Junge Union

Kafügemaschu nach Würselen

Na, bitte, es geht doch. War das nicht grqndios, wie das Volk zwischen den Meeren Martin Schulz und Genossen auf die Bretter gelegt hat? Herzerwärmende Vorstellung, wie der Kläffer Stegner im Kieler Landtag in den Teppich gebissen hat. FDP-Großmaul Wolfgang Kubicki traf den richtigen Ton, als er sagte: "Die SPD hat ständig von Gerechtigkeit palavert. Die hat sie nun gekriegt. So, wie sie verloren hat, das war doch gerecht." Wir lrnen: Schulz kann gar nicht übers Wasser laufen.

 

Über den Rhein und die Ruhr kann er auch nicht laufen. Denn das gleiche Debakel erlebte Schulz noch mal in NRW. An der Saar hatte sich die Katastrophe schon angedeutet. Eine Woche vor der Wahl waren CDU und SPD nur noch einen Punkt auseinander. Rein rechnerisch hätte es nach den Umfragen wohl für eine rot-rote Koalition gereicht. Doch dann rauschte der Schulz-Zug an Saarbrücken vorbei. Watt lärnt uns datt? würde Kumpel Anton fragen.

 

Bundesweit vergrößerte sich der Umfrageabstand zwischen Roten und Schwarzen von null auf zwölf Prozent. Parteifreund Schreckgespenst war’s, der der CDU auf allen drei Zielgeraden tüchtig Schub gab. Die Aussicht auf eine Regierung von SPD und Linken, die die SPD-Kandidatin Schukz und dann Kandidatin Anke Rehlinger propagiert hatten, sei für viele ein Schreckgespenst gewesen, sagt WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, 

 

Weil Martin Schulz ein kluger Mann ist, hat er die Signale gehört. Er hatte das Thema Rot-rot-grün schon vorher aus seinem Wortschtz verdrängt. Er will sich überhaupt nicht festlegen. Er will auch keine verbindliche Koalitionaussage machen, wie die Linken fordern.

 

Seine Sympathisanten empfehlen Schulz, auf die Verdummbarkeit des Publikums zu setzen. „Spiegel Online“: „Nicht drüber reden, vielleicht machen.“ Ja, wenn das so einfach wäre.

 

Wenn Schulz den Eindruck vermittelt, er könne sich unter Umständen mit den Linken ins Bett legen, ist er erledigt. Die Nachfolgepartei der SED, „der Rest der Drachenbrut“, wie Wolf Biermann sie nannte, hat nach dem Geschmack der Wählermehrheit im demokratischen Betrieb auch nichts verloren.

 

Vor allem nicht deren Fraktionsvorsitzende, Sahra Wagenknecht, eine verbiesterte Stalin-Versteherin, die einen großen Bogen um die Gräber der Opfer des Stalinismus macht, wenn die anderen Promi-Kommunisten an einem Sonntag im Winter dort Kränze ablegen. Deshalb ist die rot-rot-grüne Perspektive für die Schwarzen eine Vitaminspritze.

 

Anders ist die Situation in Nordrhein-Westfalen knapp zwei Monate vor der Wahl. Noch vor gut einem Monat hatte Armin Laschets CDU gute Aussichten, die rotgrüne Landesregierung vom Sockel zu stoßen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wirkte müde und ausgebrannt. Dann kam Schulz und mit ihm der Frühling für die behäbige NRW-SPD. Ihre Werte kletterten auf 38 Prozent und darüber.

 

Oder wählt doch mal grün, dann gibt´s Puffscheine für Alte und Wahlrecht für Babys

  

Angela Merkel hat erklärt, bis zum Sommer solle ordentlich weiterregiert werden. Danach beginne dann der Wahlkampf. Aber mit Samthandschuhen. Das hat sie zwar nicht gesagt, aber das hat sie wohl gemeint. Sie will sich die Option nicht verbauen, nach der Bundestagswahl eine neue Große Koalition oder auch eine Koalition mit den Grün-Alternativen ins Leben zu rufen. Vielleicht verzichten die Sozialdemokraten dann auch darauf, ihren Amtsmalus zu instrumentalisieren – auch deshalb, weil sie selbst dafür mitverantwortlich sind.

 

Ach die Grünen bieten treffliche Zielflächen für die Regierungspartei. In ihrem Programm findet sich fast jede Schrulle, die in den vergangenen Jahren am Markt war. Das „Grüne Netzwerk Grundeinkommen“ propagiert die  Rente für alle, ohne dass sie dafür einen Finger krümmen müssen. Auch Puffscheine für Senioren vom Sozialamt und Wahlrecht für Babys sind Ideen, die auf grünem Humus wuchsen.

 

Gewiß, man muß nicht jeden skurrilen Ideengeber ernst nehmen. Aber sie werden alle mitreden wollen, wenn das rot-rot-grüne Regierungsprogramm ausgehandelt wird. Wie der Kafügemaschu, Kandidat für Gerechtigkeit, Martin Schulz, wie er im Unionslager genannt wird, den ganzen vagabundierenden Schwachsinn unter Kontrolle bringen will, hat er noch nicht gesagt.

 

Wenn sie wirklich kampfbereit wäre, würde die Titelverteidigerin Merkel jetzt die Order ausgeben: Alle Rohre Feuer frei auf Schulz. Es geht nicht mehr um Quisquilien wie Renten, Steuern und soziale Absicherung im ländlichen Raum. Das sind Nebenkampfplätze. Es geht darum, das Charisma des Herausforderers zu zerschiessen. Charme darf nicht das entscheidende Kriterium für die Inthronisierung des  Bundeskanzlers sein.

  

Zückerli für Zuckerkranke

Die Beseitigung von Fluchtursachen kann nicht funktionieren

Die klassische Empathieschule lehrt: Wohlstand geht nicht ohne Freiheit und Demokratie. Das ist eine süße Irrlehre.

 

Die Volksrepublik China ist so unfrei, wie es schlimmer nicht geht, und produziert seit vielen Jahren fabelhafte Wachstumsraten.

 

Äthiopien ist ein brutaler Polizeistaat. Gleichwohl war seine Wirtschaft im Jahr 2015 die einzige der Welt mit einer zweistelligen Wachstumsrate (rund 11 Prozent).

 

Die Apartheid-Republik Südafrika war die mit Abstand stärkste Wirtschaftsmacht des Kontinents, solange ein Drittel der Bevölkerung die anderen zwei Drittel ausbeuteten. Heute ist Südafrika ein freies Land. Doch es hat ebenso viele Sozialhilfeempfänger wie Erwerbstätige (13 Millionen). Als die Apartheid kippte, betrug das Wachstum vier Prozent jährlich. Seitdem ist es auf weniger als ein Drittel geschrumpft.

 

Während der Breschnew-Ära wuchs die Kommandowirtshaft der Sowjetunion nicht langsamer als die der USA und der EWG. Nach Einführung von Glasnost und Perestroika durch Michail Gorbatschow brach sie zusammen. Erst seit der Autokrat Wladimir Putin im Kreml die Peitsche schwingt, geht es wieder aufwärts.

 

Mitte des letzten Jahrhunderts wurden fast alle afrikanischen Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen. Seitdem ist der Lebensstandard permanent gesunken. Von den 14 ärmsten Ländern der Welt liegen 13 in Afrika.

 

Was lehrt uns das?

 

Nichts. Viele Demokratien erlebten Boom auf Boom, andere gingen wirtschaftlich vor die Hunde. Die angebliche Kausalität von Freiheit zu wirtschaftlicher Prosperität ist eine Schimäre.  Mal kommt es so, mal kommt es so.

 

Jeder Versuch, die Ökonomie in exakte wissenschaftliche Koordinaten zu zwängen, ist ein Va-banque-Spiel. Sonst gäbe es nicht so viele ökonomische Modelle, von denen die meisten einander total oder teilweise widersprechen. Man kann Entwicklungen nachträglich beschreiben. Voraussagen kann man sie selten. Die meisten großen Ökonomen - Marx, Keynes, Adam Smith - waren Nebelstocherer. Nur der große Schumpeter nicht. Er begriff, daß der Wohlstand der Gesellschaft aus  Fleiß und Inovationsbeflissenheit kommt. So einen bräuchte man heute im Thinktank des Berliner Entwicklungsministeriums.

 

Die von Angela Merkels propagierte Bekämpfung der Fluchtursachen zur Bewältigung des Asylproblems stand neulich in Hamburg, mit drei Kreuzchen versehen, auf der G-20-Agenda. Sie fand aber nur in geringes Echo. Nicht weil sie so nicht funktionieren kann, sondern weil die Gipfelgäste sich nicht dafür interessierten.

 

Die Bilanz der Entwicklungshilfe ist trist. In gut einem halben Jahrhundert haben die westlichen Länder in Afrika anderthalb bis zwei Billionen Euro versenkt. Lord Peter Bauer, damals Professor an der "London School of Economics" und ein Berater Margaret Thatchers, lehrte schon vor 30 Jahren, die Entwicklungshilfe sei "teilweise eine Ursache des Nord-Süd-Konflikts und nicht seine Lösung". Sie belohne den Mißerfolg und verewige die Armut. 

 

Aber ganz nutzlos war die Hilfe nicht. Sie hat viel gute Infrastruktur hinterlassen. Ohne sie gäbe es weniger Straßen, Schulen und landwirtschaftliche Maschinenringe. Deshalb muß sie weitergeführt werden. Mit mehr Augenmaß und mehr Schub für Eigeninitiativen.

 

Und vor allem mit mehr Selbsthilfe durch die Afrikaner. Der (inzwischen verstorbene) Brunnenbauer Hans Mayer aus Rüsselsheim, auf Kisuaheli genannt der „Moya Mayer", zu deutsch „Wassermayer", konnte das bestätigen. Er baute in Tansania Dutzende von Brunnen, aus denen viele hunderttausend Menschen dann ihr Trinkwasser schöpften. Ein paar Jahre danach waren sie alle verfallen, weil sie nicht gesäubert worden waren.

 

Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Geberstaat. Entwicklungsminister Gerd Müller sagt, man  wolle weg vom Gießkannenprinzip und hin zur Partnerchaft mit ausgesuchten Staaten. Man brauche einen Paradigmenwechsel. Der ist aber nicht in Sicht. Das alte Paradigma steht gut im Saft: Zuckerwatte für Zuckerkranke.

 

Drei der vier "apokalyptischen Reiter", wie die sambische Harvard-Ökonomin Dambisa Moyo sie nennt, nämlich Korruption, Armut, Krankheit, Krieg, haben viel Elend über Afrika gebracht. Armut allerdings ist keine Ursache, sondern ein Zustand. Korruption ist in der Tat eine Pest, die viele Initiativen erstickt, sie ist aber nicht fundamental bedrohlich.

 

Thailand nimmt im Korruptionsranking von "Transparency International" einen miserablen 102. Platz ein (Dänemark und Neuseeland Platz 1, Somalia Platz 175) und schreibt trotzdem ganz ordentliche Zahlen. In Deutschland fließen jährlich hundert Millionen Schmiergeld, schätzt das BKA. Das meiste im Aiußenhandel.

 

Die Merkelianer sagen, sie wollten den Handel liberalisieren, also Zollschranken abbauen. Aber da gibt´s nichts abzubauen. Die EU garantiert den Afrikanern den totalen zollfreien Zugang zu den europäischen Märkten. Nur, sie nutzen ihn nicht. Der Anteil der subsaharischen Länder am Handel mit Deutschland betrug 2015 kümmerliche 1,24 Prozent. Wenn man das Ölland Nigeria und Südafrika abzieht, tendiert er gegen null. Für das „Neue Deutschland“ ist er trotzdem noch immer „kapitalistische Ausbeutung“.

 

Greenpeace hat recherchiert, wie das „globale Huhn“ in Togo angeblich Märkte zerstört. 2013 exportierten Brasilien, die USA und die EU 12.000 Tonnen gefrorenes Hühnchenfleisch nach Togo. Weil die einheimischen Geflügelfarmen die Importpreise nicht halten konnten, gingen sie pleite. „Hähnchen des Todes“ würden die Import-Flattermänner in Togo genannt, sie zerstörten die Lebensgrundlage der Menschen, berichtete das „Greenpeace Magazin“. Aber so ist das mit dem Wettbewerb: Einer gewinnt, der andere verliert. Den Vorteil hat der Verbraucher.

 

Es ist wahr, die Epidemien sind eine kontinentale Plage. Aids, die bösartigste - nicht die einzige -, hat ihren Höhepunkt schon vor Jahren überschritten. 25 Millionen Menschen sind infiziert. Aber die Zahl der Erkrankten ist in den vergangenen zehn Jahren drastisch zurückgegangen, in Äthiopien um 90 Prozent. Da ist Licht am Horzont.

 

Kriege sind auch eine afrikanische Fluchtursache, gewiß, aber keine wirklich bedeutende. Sie sind auch nach der Genfer Konvention und nach Artikel 16a des Grundgesetzes als solche nicht anerkannt. Nach UN-Angaben leben fünf Prozent der Afrikaner in Kriegsgebieten. Das heißt: 95 Prozent leben im Frieden. Asylbewerber aus Afrika täuschen - sofern sie nicht aus Somalia oder dem Südsudan kommen - Krieg als Fluchtgrund nur vor.

 

Nein, die drei apokalyptischen Reiter sind nicht wirklich existenzbedrohend. Die wichtigsten Ursachen wirtschaftlicher Not - nämlich das galoppierende Bevölkerungswachstum, die defizitäre protestantische Arbeitsethik und die – horribile dictu - unterdurchschnittlich entwickelten kognitiven Fähigkeiten der Afrikaner – kommen im wissenschaftlichen Diskurs nicht vor.

 

Abgesehen von den 2002 und 2006 in den USA erschienenen Büchern "The IQ and the Wealth of Nations" und „IQ and Global Inequality“. Die Autoren, Professor Richard Lynn von der Universität Ulster, und Professor Tatu Vanhanen von der Universität Tampere, haben die ungleiche Verteilung der "fluiden Intelligenz" über den Globus thematisiert. Danach leben die intelligentesten Menschen in Nordostasien, die allergescheitesten in Hongkong und die mit der geringsten geistigen Kompetenz in West-und Zentralafrika. Am schlechtesten kommen die Einwohner der Republik Äquatorialguinea weg. Die politischen Zustände dort sind entsprechend. Staatschef ist der als Folterer verschriene Diktator Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, der laut CBS auch im Verdacht steht, oppositionelle Politiker aufgefressen zu haben. 

 

Lynn und Vanhanen mußten sich methodische Fehler vorwerfen lassen. Zu viele Staaten in würden in ihren Studien nicht berücksichtigt. Sie schrammten an einigen Stellen auch dircht an der Rassenlehre der Nazis vorbei. Doch die grundsätzliche Korrelation zwischen Erbanlagen und Leistungsstandard ist nicht zu übersehen.

 

Lynn beschäftigte sich auch mit der Untersuchung von Fleiß und Moral. Der Begriff „Fleiß“ aber gilt in Deutschland als Unwort, er ist gleichfalls tabu.. Wer ihn verwendet, wird schnell als Rassist gebrandmarkt. Das Dogna ist nicht verhandelbar: Alle Menschen sind gleich, also sind sie auch gleich klug und gleich fleißig.

 

Aber es muß Gründe dafür geben, daß ein Landwirt auf der indonesischen Insel Bali 25mal so hohe Hektarerträge erzielt wie unter vergleichbaren geologischen und meteorologischen Bedingungen in der zentralafrikanischen Republik Gabun. Daß Südkorea Ende der fünfziger Jahre ein ungefähr gleiches und ein halbes Jahrhundert danach ein zwanzigmal so hohes Sozialprodukt erwirtschaftete wie Ghana.

 

Schaffenskraft kann nicht belanglos sein für allgemeine Leistungsstandards. Unter der Palme liegen und warten, bis die Kokosnuß runterfällt, ist kein Startup. Daß  Sambias rachitische Wirtschaft, so, wie sie ist, nicht sanierungsfähig ist, liegt vor allem daran, daß sie Kolonialzeiten unverändert vom Kupferbergbau abhängt. Ebenso wie die von Ghana vom Kakao und die des Senegal von Erdnüssen. Inovation wird überall kleingechrieben.

 

Jeffrey Sachs,  der Direktor des „UN-Millennium-Projekts zur globalen Armutsbekämpfung“ hat ein simples und probates Modell für Afrikas Landwirtschaft entworfen, das auch für Handel und Industie taugt: Der Haushalt verkauft eine von vier Tonnen Mais, die er erwirtschaftet, auf dem Markt. Ebenso Eier und Wolle. Von dem Erlös kauft er Hühner, Schafe und einen Ochsen. Den Ochsen kann er als Zugtier benutzen. Dadurch verbessert er seine Ernteerträge. Das führt zu Kapitalakkumulation. Die Armen, so lehrt Sachs, bräuchten nur Hilfe, um die erste Sprosse der Entwicklungsleiter zu erklimmen. Danach könnten sie sich selbst helfen.

 

In einigen Ländern gibt es auch gute Ansätze für den wirtschftlichen Fortschritt, unter anderem in Äthiopien, Ägypten, Marokko und Kenia. Etliche haben in den letzten zehn Jahren sogar einen respektablen Aufschwung hingelegt. Einen Pyrrhus-Fortschritt f5reilich, denn die Bevölkerungsexplosion macht jede Entwicklung platt. Wenn sie nicht gebremst wird, werden um die Mitte des Jahrhunderts zwischen Sahara und Kap zwei Milliarden Menschen leben, doppelt so viele wie heute. In Deutschland bringt eine Frau im Durchschnitt anderhalb Kinder zur Welt, im Horrortaat Somalia sechs. Die Bevölkerung wächst doppelt so schnell wie die Zahl der Arbeitsplätze.

 

China und die Tigerstaaten haben vorgemacht, wie Geburtenkontrolle geht. Afrika bräuchte es nur nachzumachen. China hat mit seiner – wenn auch rabiaten - Ein-Kind-Politik das Problem gut in den Griff gekriegt. Südkorea, Thailand und Vietnam haben ihre Geburtenraten mehr als halbiert.

 

Westliche Politiker trauen sich nicht, über den „human factor“ zu reden, weil sie fürchten müssen, daß sie was mit der Rassismuskeule übergebraten kriegen. Sie wollen ja nicht den Oberlehrer geben. Deshalb tickt die Bevölkerungsbombe weiter. Und Entwicklungspolitik bleibt die Domäne der Träumer und Schwafler.

 

Der englische Pastor Robert Malthus stellte im Revolutionsjahr 1789 die These auf, die Menschheit wachse exponentiell, die Nahrungsmittelproduktion aber nur linear. Sie steuere auf eine monströse Hungerkatastrophe (nightmare) zu. Deshalb solle sie ihren Geschlechtstrieb bremsen.

 

Nur der erste Teil der Prognose war richtig. Nach allen Hochrechnungen wird nämlich die Menschheit auch in hundert Jahren nicht hungern. Doch das verheerende Elend und die geringe Lebenserwartung in Afrika werden bleiben. Der Überdruck, so lehrte Malthus auch, werde sich in einer Massenemigration entladen. Damit scheint er Recht zu behalten. Und damit muß nicht Afrika fertig werden, sondern – vor allem wegen der Sogwirkung seiner Sozialsysteme - Europa.

 

Die afrikanischen Regierungen tun nichts gegen den überbordenen Babyboom. Unter den 55 Staaten der "Afrikanischen Union" hat kein einziger die Geburtenkontrolle auf dem Zettel.  Nigerias eher progressiver Exstaatspräsident Jonathan hat immerhin versucht, das Thema unter die Leute zu bringen. Das Echo war vernichtend. Muslimische und christliche Kleriker nannten ihn in seltener Einheit einen neokolonialistischen Volksverderber. Jonathan gibt aber die Hoffnung nicht auf. Er heißt mit Vornamen Goodluck.


 

 

Verantwortlich für den Inhalt: Erich Wiedemann, Jesteburg